Vorankündigung: Silke Arends liest ...

Lesung mit Silke Arends, am Sonntag, 21. Oktober 2018, ab 15:00 Uhr

Thema: "Herbst (Harvst) im Landarbeitermuseum -  So schmackhaft wie mörderisch"

Die Emder Autorin Silke Arends ist am Sonntag, 21. Oktober 2018, ab 15:00 Uhr im Landarbeitermuseum Suurhusen zu Gast. Sie wird zwei Kurz-Krimis von der Küste vorlesen, die ein ebenso schmackhaftes wie mörderisches Gepräge haben.

Und dabei etwas typisch Ostfriesisches beinhalten: Hochprozentigen Kinnertön und frischgebackenen Teekuchen, hierzulande auch Beerdigungskuchen genannt. „Beide Leckereien gehören zum Brauchtum unseres Landstrichs und finden sich dann auf den Tischen, wenn in Gemeinschaft gefeiert oder getrauert wird. Dass solche Begegnungen auch schon mal tödlich enden können, ist den menschlichen Abgründen zuzuschreiben und diese haben für mich eine besondere Faszination“, beschreibt Silke Arends ihre literarischen Motive. „Tatsächlich ist in diesen beiden Fällen zu befürchten, dass Essen und Trinken Leib und Seele nicht zusammenhalten.“

Wir freuen uns auf regen Besuch in angenehmer Atmosphäre.

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Herzlich willkommen!

Nach der Gründung des Vereins am 9. Oktober 1990 war es das erste Ziel, das Landarbeiterhaus vor dem Abriss zu bewahren und in ihm ein Museum aufzubauen. Die Erforschung des Hauses Nr. 51 „Die Arm / Das neue Armenhaus“ ergab, dass es bereits 1679 existierte, 1688 umgebaut wurde und die Armen der Kirchengemeinde Suurhusen bis 1832 dort untergebracht wurden. 1832 erwarb es der Arbeiter Jan Jakobs Mammenga und 1844 entstanden durch Umbau des Hauses zwei separate Wohnungen. Die etwas kleinere westliche Hälfte wurde schon vor 1844 verkauft, der größere östliche Teil - heute das Landarbeitermuseum - gelangte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Besitz des Bauern van Hove, der einen benachbarten Hof bewohnte und bewirtschaftete. Das sogenannte „Koopmannshuus“ - nach dem späteren Eigentümer Menno Koopmann benannt - diente bis 1975 als „Arbeiderhuus“. Dann erwarb es die Gemeinde Hinte und brachte dort Flüchtlinge unter.

Im Februar 1991 kaufte der Verein Haus und Grundstück. In mehrjähriger Arbeit und tausenden von Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder sowie mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde Hinte und des Landkreises Aurich, der Sparkassenstiftung, dem Niedersächsischen Zahlenlotto, der Bezirksregierung, des Arbeitsamtes, des Museumsverbundes und vieler privater Spender wurde das Haus restauriert und baulich sowie in der Ausstattung mit Sammlungsstücken in den Zustand von 1900 gebracht.